Vorrangiges Ziel von Category Management ist die Einkaufserleichterung. Nach Bauchgefühl Produkte zu sortieren, genügt dafür nicht.
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Category Management  |  16.03.2016

Category Management aktuell wie nie

Die Bedeutung von Category Management ist in den letzten Jahren gestiegen. Und auch künftig wird das Thema weiter an Relevanz gewinnen. So lauten die zentralen Ergebnisse einer neuen Studie, die in Zusammenarbeit mit plan + impuls und GS1 Germany realisiert wurde.

plan + impuls

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plan + impuls steht für die Verknüpfung von Marktforschung und Beratung rund um den POS. Basierend auf Shopper Research berät plan + impuls Hersteller und Händler und erarbeitet Lösungen für Marketing, Trade Marketing, Category Management und Vertrieb. Weitere Informationen unter www.planundimpuls.de

Nach Bauchgefühl Produkte im Laden so sortieren, dass am Ende der Umsatz steigt? Ganz so einfach funktioniert Category Management (CM) nicht. Hinter dem Schlagwort steckt ein komplexes Konzept, dessen vorrangiges Ziel die Einkaufserleichterung ist. Wenn es dem Shopper leicht fällt, gesuchte Produkte im Geschäft zu finden, steigert das die Kaufbereitschaft, die Loyalität zur Einkaufsstätte und damit auch die Wirtschaftlichkeit für Händler und Hersteller. Richtig umgesetzt, führen CM-Projekte oft zu beträchtlichen Umsatz- und Ertragssteigerungen. Um das zu erreichen, gilt es einen klugen Fahrplan aufzusetzen, mit dessen Hilfe sich Produkte in kundenorientierte Warengruppen zusammenfassen lassen und einzelne Kategorien optimiert werden können.
Die Ist-Situation im Category Management sowie der Ausblick von Handel und Industrie wurden für die neue Studie „Quo vadis Category Management?“ untersucht. „Die Ergebnisse dieser empirischen Forschungsarbeit belegen die weiter wachsende Bedeutung von CM für Handel und Industrie“, erklärt Andrea Stevens, Abteilungsleiterin CM Training bei GS1 Germany, die die Arbeit im Rahmen ihres Studiums an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management sowie in Kooperation mit plan + impuls durchgeführt hat. „Mehr denn je sehen Unternehmen die große Notwendigkeit, in die CM-Ausbildung ihrer Mitarbeiter zu investieren“, ergänzt Alexander Ehrl, Geschäftsführer bei plan + impuls. Als Basis der Untersuchung diente einerseits eine qualitative Befragung von Brachenexperten, wobei es um deren subjektive Einschätzung ging, und andererseits eine quantitative Befragung, die unter den Mitarbeitern von Handels- und Industrieunternehmen durchgeführt wurde. Die wichtigsten Studienergebnisse finden sich auf den folgenden Seiten.

Aktuelle CM-Studie: Die wichtigsten Erkenntnisse

  • CM ist so aktuell wie nie, wobei sich Inhalte und Rahmenbedingungen in den letzten Jahren verändert haben und weiter verändern werden.
  • Die Anzahl an kooperativen Projekten ist gestiegen. Auch die Qualität von CM insgesamt sowie die Umsetzungsqualität in den Märkten hat zugenommen.
  • Der erhöhte Wissensstand in den Unternehmen ist eine Basis für die gestiegene Qualität. Dieser Trend hält an: Rund 60 Prozent der Unternehmen wollen in den nächsten drei Jahren mehr in die CM-Ausbildung investieren.
  • Top-Trends für die nächsten Jahre sind Shopper Marketing, Promotion-Optimierung und Online-CM. Herstellerseitig kommt das Thema Inhouse Consulting hinzu, handelsseitig Total Store-Projekte.
  • Sortiment und Platzierung bleiben die wesentlichen taktischen Hebel in CM-Projekten, jedoch mit neuer Ausrichtung auf Regionalität, Individualität und Total Store.
  • Konkrete Potenziale und neue Shopper Insights sind die Top-Auslöser für CM-Projekte.
Illustrationen: Vector Stock; GS1 Germany
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