Auf offenen Marktplätzen im Internet schnell erfolgreich – kinderleicht mit drei Angeboten zum Datenmanagement von GS1 Germany.
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E-Commerce  |  10.03.2017

Ist doch wirklich kinderleicht

Um im Internet präsent zu sein, bedarf es weder eines eigenen Online-Shops noch eines eigenen Warenwirtschaftssystems. Offene Marktplätze wie Amazon und E-Bay führen insbesondere Online-Neulinge auf einfache und bequeme Weise ins E-Commerce-Zeitalter.

Online-Marktplätze wie Amazon, E-Bay, Rakuten und Allyouneed bieten kleinen Unternehmen die Chance, schnell zu einem erfolgreichen Internet-Anbieter aufzusteigen – unter einer Bedingung: „Wenn sie die Infrastruktur ihrer Produktdaten von Beginn an solide aufbauen“, so Achim Wetter, Leiter Competence Center E-Commerce bei GS1 Germany. Der Grund: Wenn das Geschäft anspringt und wächst, nimmt die Komplexität zu. Dann müssen oft zeitgleich zahlreiche Produkte gelistet, entfernt, geändert, verschickt, nachverfolgt und retourniert werden.

Einfaches Daten-Handling

Per Hand geht das Datenmanagement dann nicht mehr – zumindest nicht zu vertretbaren Kosten. Wer mitten im Wachstum seine Prozesse auf Vordermann bringen muss, fällt im Wettbewerb zurück. „Gerade als kleines ambitioniertes Unternehmen darf man im entscheidenden Moment nicht ins Schleudern geraten und muss Kurs halten“, sagt Wetter. Die gute Nachricht: Auch das Daten-Handling ist heutzutage einfach und bequem umsetzbar. Dafür gibt es Standards, internetbasierte Werkzeuge zur Strukturierung von Daten sowie elektronische Analyse- und Suchprogramme.

Daten müssen verlässlich sein

Bereits beim Einstieg in den E-Commerce sollten Unternehmen die notwendigen Strukturen schaffen, um das erhoffte Wachstum bewältigen zu können. Dabei ist die Verlässlichkeit der hinterlegten Daten von zentraler Bedeutung. Nur so können Probleme vermieden werden,  wie zum Beispiel, dass Produkte von Suchmaschinen nicht gefunden werden oder bei der Listung konkurrierender Angebote weit unten, also außerhalb des Blickfeldes des Kunden, auftauchen. Partout vermieden werden sollten auch Kaufabbrüche wegen falscher Produkt- und Bestandsdaten. Enttäuschte Kunden sind oft für immer verloren. Auch für einen reibungslosen Warenverkehr zwischen Unternehmen sind verlässliche Daten das A und O. Sie sind quasi das Fundament eines erfolgreichen E-Commerce.

Millionen potenzieller Kunden

Für den Online-Handel selbst bietet sich dann der Weg über offene Marktplätze an. Generell weisen Amazon & Co. einen bequemen und kostengünstigen Weg ins World Wide Web. Das bestätigt auch eine Umfrage von ibi Research an der Universität Regensburg. Drei Viertel der befragten Händler meinen, dass der Online-Handel durch Verkaufsplattformen vereinfacht wird. Fast zwei Drittel der teilnehmenden Firmen beschäftigten weniger als zehn Mitarbeiter.  Auf den Online-Shopping-Malls tummeln sich also vor allem kleine Unternehmen. Die Chance: Wer zum Beispiel ein innovatives Produkt bisher nur über Mund-zu-Mund-Propaganda verkauft hat, erreicht durch die Anbindung an einen großen Online-Marktplatz auf einen Schlag europaweit zig Millionen potenzielle Kunden.

Starkes Wachstum bei kleinen Händlern

Eine Umfrage von E-Bay unter dem Namen „Small Online Business Summary 2015“ offenbart, dass keineswegs nur alte Hasen auf der Plattform aktiv sind. Rund 39 Prozent der deutschen Händler waren Neulinge – laut E-Bay „eine neue Generation junger Unternehmen mit innovativen Geschäftsmodellen“. Diese kleinen gewerblichen Online-Händler verzeichnen das stärkste Wachstum. Ihr Umsatz expandierte bei E-Bay in der Vergangenheit um rund 20 Prozent jährlich. Und von den Newcomern nutzten immerhin acht Prozent Online-Marktplätze als ihren ersten und teilweise einzigen Absatzkanal. Das heißt: Ein Online-Händler braucht keinen eigenen Online-Shop! Auch ein eigenes Warenwirtschaftssystem ist nicht notwendig, da zumindest die großen Marktplätze auf Wunsch den Versand der Ware sowie die Zahlungsabwicklung übernehmen.

Stabilität fürs Geschäft

Andrea Gönner, deren Unternehmen Garnwelt durch die Präsenz bei E-Bay ein starkes Wachstum verzeichnete, dazu: „Online zu verkaufen ist einfach. Jeder kann minutenschnell Exportaufträge abwickeln und so verschiedene Märkte erreichen. Dies bringt dem Geschäft Stabilität und ermöglicht es uns, Kunden weltweit zu begeistern.“ Die ganz große Mehrheit der E-Bay-Händler verkauft Waren ins Ausland. Der hohe Anteil von 96 Prozent weist laut E-Bay auf eine neue Generation an „born global“-Companies hin, die Handel global interpretieren und operativ umsetzen.
Erfolg im Online-Handel ist also über eine Verkaufsplattform möglich. Bei deren Auswahl sind der Bekanntheitsgrad, Image und Benutzerfreundlichkeit die wichtigsten Kriterien, berichtet ibi Research. Zu hohe Gebühren und Provisionen sind der häufigste Grund, weshalb Unternehmen einer Online-Plattform fernbleiben. Allerdings plant mehr als die Hälfte der Nicht-Nutzer den Gebrauch in Zukunft. Vielen dämmert wohl, dass es ohne Online schon bald nicht mehr geht. Wer auf den Vertriebskanal ganz verzichtet, muss sich damit abfinden, dass mittelfristig bis zu 30 Prozent der Umsätze ins Internet abwandern, prognostizieren E-Commerce-Forscher wie Gerrit Heinemann, Professor und Leiter des eWeb-Research-Centers an der Hochschule Niederrhein.

Kein Ende des Wachstums in Sicht

Tatsächlich zeigt der Online-Handel ein ungebrochen dynamisches Wachstum. Laut IFH Köln hat die Branche 2016 etwas mehr als 52 Milliarden Euro umgesetzt, im Turnus zuvor 47 Milliarden Euro. Die Wachstumsrate stabilisiere sich auf einem Niveau von gut elf Prozent pro Jahr. Getrieben wird der Aufwärtstrend vor allem von den sogenannten Nachzüglerbranchen Wohnen & Einrichten, Heimwerken & Garten sowie Fast Moving Consumer Goods (FMCG). Innerhalb des zuletzt genannten Sortimentsbereichs gewannen Lebensmittel und Drogeriewaren deutlich an Dynamik. „Ein Abflachen der Wachstumskurve ist nicht zu erkennen“, sagt Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.
Die anhaltend hohe Stärke liegt auch daran, dass immer mehr Stationärhändler das Potenzial von Online-Marktplätzen entdecken. Manche betreiben bereits einen Internet-Shop, wollen aber einen zusätzlichen Vertriebskanal eröffnen. Doch um das Web-Geschäft auf eigene Faust auf ein hohes Niveau zu heben, ist Wissen insbesondere in Sachen Suchmaschinenoptimierung notwendig. Sonst hat man einen ansprechenden Online-Shop, wird aber im unermesslich großen Internet nicht gefunden. Eben aus diesem Grund verlagern zahlreiche Einzelhändler ihre Netzaktivitäten auf Marktplätze – ein einfacher Weg, um in den E-Commerce einzusteigen.

In aller Ruhe austesten

Ein Beispiel ist der Münchener Modehändler Breiter. Eine Firma, die wenig Ahnung vom Online-Handel hat, schafft es relativ schnell, erfolgreich auf Amazon zu verkaufen, weil man sich nur an die Produkte dränhängen muss. Das ist idiotensicher, wird Geschäftsführer Alexander Breiter in dem Digital Commerce Magazin etailment zitiert. Den größten Vorteil sieht der Hutspezialist in der Möglichkeit, den Vertriebskanal Online in aller Ruhe und ohne viel Startkapital austesten zu können. Die einzigen Fixkosten seien die monatliche Grundgebühr von 39 Euro (exklusive Mehrwertsteuer) bei Amazon. Das sieht auch Hudetz so: „Das Marktplatz-Business ist weniger aufwendig als ein eigener Online-Shop.“ Und dank der großen Reichweite sei auch ein geringerer Aufwand für Marketing erforderlich.
An Online-Marktplätzen führt in Zukunft also kaum ein Weg vorbei. Insbesondere kleinen und jungen Unternehmen eröffnet sich hier ein enormes Kundenpotenzial. Bleibt für einen nachhaltigen Erfolg im E-Commerce nur noch der entscheidende Hinweis von E-Commerce-Experte Wetter, dass Händler von Beginn an auf das richtige Datenmanagement setzen sollten. „Wo Zeit, personelle und materielle Ressourcen immer kostbarer werden, ist effizientes Wirtschaften unerlässlich“, so Wetter. Das fängt schon damit an, dass Händler und Marktplatzbetreiber die gleiche Sprache sprechen müssen. Nichts ärgert die Endkunden mehr als eine falsche Warenlieferung. Im Zeitalter des E-Commerce wird die Verlässlichkeit der hinterlegten Daten zum zentralen Wettbewerbsfaktor.

Bildquellen: plainpicture, Adobe Stock
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