Im Berufsleben Fuß zu fassen – dank einer fundierten Ausbildung – ist der Schlüssel zur Integration.
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GS1 Germany  |  16.03.2016

Integration durch 
Ausbildung

Es ist eine Maßnahme der besonderen Art: GS1 Germany stellt Ausbildungsplätze für Flüchtlinge bereit und ermöglicht ihnen so, im deutschen Arbeitsleben Fuß zu fassen. Darüber 
hinaus beteiligen sich Mitarbeiter des Unternehmens ehrenamtlich an Hilfsprojekten. Das Bekenntnis, das dahinter steht: Menschen, die zu uns kommen, um ein Leben in Sicherheit führen zu können, verdienen unsere Hilfe.

Im November 2015 startete die Mitarbeiterinitiative „Flüchtlingshilfe@GS1-Germany“. Gleich in den ersten Wochen wurden bedeutende Aktionen erfolgreich umgesetzt. Weitere Aktivitäten befinden sich in Vorbereitung. Claudia Schnitzler, Personalreferentin bei GS1 Germany, ist überzeugt: „Als Unternehmen tragen wir soziale Verantwortung. Daher beziehen wir gesellschaftliche Belange in unsere Entscheidungen mit ein.“ Und sie betont: „Im Moment haben wir es mit Menschen zu tun, die quasi vor unserer Haustür stehen. Diese Menschen brauchen Hilfe!“

Ein neues Zuhause

Einer dieser Menschen ist ein 28-jähriger Syrer, der vor dem Krieg in der Heimat geflohen ist, dafür den langen Weg nach Deutschland auf sich nahm und nach Köln kam. Dort hat er jetzt ein neues Zuhause gefunden – und zwar in einer Betriebswohnung von GS1 Germany. Am 29. Dezember 2015 war Schlüsselübergabe und der junge Flüchtling zog als neuer Mieter ein. Zuvor musste er sich in einer Erstaufnahmeeinrichtung ein kleines Zimmer mit vier anderen Männern teilen. Nun ist der gelernte Schneider glücklich, eine Woh-
nung gefunden zu haben. Die Vermittlung erfolgte über die Stadt Köln. Zu seiner großen Freude fand der Syrer außerdem zum 1. Januar 2016 eine Anstellung in seinem Beruf. Optimistisch und mit viel Mut startet er in seine Zukunft. Hierzu Claudia Schnitzler: „Wir stehen in engem Kontakt zu ihm, um ihn auch bei seinen nächsten Schritten unterstützen zu können.“ Konkret bedeutet dies, dass Mitarbeiter von GS1 Germany den Flüchtling bei Behördengängen begleiten oder ihm bei der Beschaffung weiterer Möbel für seine Wohnung helfen. Mitarbeiter, die helfen möchten, melden sich einfach per 
E-Mail bei der Koordinationsstelle im Hause GS1 Germany. Entscheidend für die Integration von Flüchtlingen ist das Erlernen der deutschen Sprache. Nur mit entsprechenden Deutschkenntnissen können sie ihren Alltag selbstbestimmt gestalten. Und nur wer Deutsch spricht, findet Arbeit. Daher überweist GS1 Germany einen Teil der Mieteinnahmen aus der Betriebswohnung in Höhe von monatlich 200 Euro an das Kölner Flüchtlingszentrum „Fliehkraft“. Die Einrichtung wiederum nutzt das Geld für ihr Angebot an regelmäßigen Deutschkursen. Zu Weihnachten überraschte GS1 Germany die Kursteilnehmer mit Geschenken. Mitarbeiter hatten mehr als 50 Kartons befüllt und festlich dekoriert. Die Beschenkten freuten sich sehr.

Zusammenarbeit mit der IHK

Stichwort Arbeit: Gleich zu Beginn des Jahres schrieb GS1 Germany zusätzlich zu den „normalen“ Ausbildungsstellen zwei weitere Plätze für Flüchtlinge aus. Bereits im Februar fanden die ersten vielversprechenden Gespräche statt. Zurzeit wird von der Agentur für Arbeit geprüft, ob die Bewerber ihre Ausbildungen und eventuell vorgelagerte Praktika beginnen dürfen. Bei der Besetzung der Ausbildungsstellen arbeitet GS1 Germany mit der IHK Köln zusammen. Sollten etwa die Deutschkenntnisse noch nicht gut genug sein, besteht die Möglichkeit, vor Ausbildungsbeginn ein Praktikum zu absolvieren. Was die kaufmännischen Fähigkeiten betrifft, bringen die Bewerber häufig sehr gute Kenntnisse aus ihrem Heimatland mit. Und die Motivation, mit einer Ausbildung in die deutsche Arbeitswelt einzusteigen, ist fast immer sehr hoch. Zwischenzeitlich hat GS1 Germany zudem Kontakt zu den Flüchtlingsheimen in der Nähe zum Unternehmensstandort im Kölner Stadtteil Braunsfeld sowie zum Arbeitskreis „Willkommenskultur Braunsfeld“ (wiku) aufgenommen. „Die Hilfe direkt vor Ort ist für uns sehr wichtig“, erklärt Mercedes Schulze, die bei GS1 Germany Ansprechpartnerin für die Menschen aus dem Stadtteil ist. „Integration findet immer im jeweiligen lokalen Umfeld statt. Deshalb ist die Kooperation mit wiku die Grundlage des Flüchtlingsprojekts bei GS1 Germany.“ Mehrere Mitarbeiter von GS1 Germany engagieren sich dort ehrenamtlich. Als Nächstes planen wiku Braunsfeld und GS1 Germany ein Nachbarschaftsfest, das das Verständnis untereinander fördern und vor allem Spaß machen soll. Des Weiteren ist GS1 Germany Gastgeber einer englischsprachigen Veranstaltungsreihe. Zum Auftakt ging es um das Thema Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Die Referenten kamen vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), der IHK sowie von GS1 Germany. Die Reihe setzte sich fort mit einem Bewerbungstraining im GS1 Germany Knowledge Center. Weitere Aktionen sind geplant.

GS1 Germany hilft

Ausgewählte Aktionen im Rahmen der Mitarbeiterinitiative „Flüchtlingshilfe@GS1-Germany“:

  • Ausbildungsplätze für Flüchtlinge
  • Informationsveranstaltungen rund um Ausbildung, Studium, Bewerbung, Arbeit
  • Organisation von Sachspenden durch Mitarbeiter
  • Vermietung einer Betriebswohnung an einen Flüchtling aus Syrien
  • Ein Teil der Mieteinnahmen wird gespendet an das Flüchtlingszentrum „Fliehkraft“ (Deutschkurse)
  • Mitarbeiteraktion „Weihnachten im Schuhkarton“ für Besucher der Deutschkurse
  • Unterstützung bei Behördengängen 
Foto: Monkey Business Images/Corbis.com
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