Die Verbreitung neuer Zahlungsformen nimmt stark zu – was aber nicht bedeutet, dass herkömmliche Methoden aussterben.
Teilen Sie unseren Beitrag
Mobile Payment  |  10.12.2016

Etablierte Vielfalt beim Bezahlen

Im Auftrag von GS1 Germany erstellte das EHI Retail Institute zum fünften Mal die Mobile in Retail Studie. Eine zentrale Botschaft lautet: Die Verbreitung neuer Zahlungsformen nimmt stark zu – was aber nicht bedeutet, dass herkömmliche Methoden aussterben.

Übersicht Mobile Payment Verfahren

Übersicht Mobile Payment Verfahren

Hier finden Sie eine ausführliche Übersicht über nationale und internationale Payment-Verfahren.

Der Zahlungsmarkt wird vielfältiger. Das bestätigt die aktuelle Mobile in Retail Studie, für die das EHI Retail Institute im Auftrag von GS1 Germany erneut Key-Player aus den Sparten Handel, Banken, Mobilfunk und Zahlungsdienste zum Thema Mobile Commerce befragte. Immer häufiger kann der Kunde beim Bezahlen frei wählen, ob er zu Bargeld, Karte oder Smartphone greift. Dass eine dieser Methoden gänzlich verdrängt würde, zeichnet sich indes nicht ab. Vielmehr existieren sie gleichberechtigt nebeneinander. Gegen die immer wieder diskutierte Abschaffung des Bargelds spricht sich eine überwältigende Mehrheit von 94 Prozent der befragten Händler aus.

Mobiles Bezahlen wird populärer

Eine Zukunft ohne Mobile Commerce ist im Handel nicht mehr denkbar. Für 86 Prozent der Händler gehört der mobile Kanal – egal ob als Shop, als Zahlungsmittel oder im Couponing – zum Omnichannel-Portfolio. Auch die Banken und die Interessenvertretung Deutsche Kreditwirtschaft gehen davon aus, dass sich Mobile Payment bis 2018 in der Breite etabliert haben wird. Grund dafür ist, dass neben Kreditkarte und VPay/Maestro künftig auch die Girocard im Smartphone hinterlegt werden kann. Hinzu kommt eine für die Händler attraktivere Gebührenstruktur bei Kartenzahlungen. 85 Prozent der Händler sind überzeugt, dass sich die Kartenzahlung dadurch insgesamt stärker durchsetzen wird – auch für kleinere Bongrößen. Stationär wird dabei die Girocard für 59 Prozent der Händler die Nase vorn haben, im Omni-Channel-Business liegt dagegen mit 89 Prozent die Kreditkarte an der Spitze. Großes Potenzial für Mobile Payment sehen die Händler auch in dem von der Europäischen Zentralbank vorbereiteten Instant Payment.

NFC befeuert Couponing

Doch nicht nur die Banken bringen Bewegung in den Markt für Mobile Payment. Auch Mehrwertdienste wie Coupons werden ab 2017 für Breitenwachstum sorgen. Während Coupons bisher mehrheitlich Code-basiert eingelöst werden, glauben 62 Prozent der Händler, dass die Zukunft in der Near Field Communication (NFC) liegt. Ercan Kilic, Abteilungsleiter Mobile Commerce + Financial Services bei GS1 Germany, ist überzeugt: „Damit wird der Couponing-Prozess an der Kasse einfacher, schneller und vom Payment nicht mehr abgekoppelt sein.“

Foto: Adobe Stock
Einen Inhalt suchen
Anzeige