Obst und Gemüse profitieren von digitalen Technologien
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Digitalisierung  |  07.02.2018

Ultrafrisch auf den Tisch

Die Erfolgsfaktoren im Geschäft mit Obst und Gemüse lauten: Qualität, Sortimentsvielfalt, stetige Verfügbarkeit sowie ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Ganz hoch im Kurs beim Verbraucher steht die Frische. Digitale Lösungen helfen, effizient ein attraktives Frischesortiment anzubieten.

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Eben noch auf dem Feld, jetzt in der Obst- und Gemüsetheke, egal ob aus deutschem Anbau, aus Italien oder Chile: Die langen Wege, die ein Frischeprodukt oft hinter sich hat, sind ihm am Point of Sale nicht anzumerken. Ihr Qualitätsversprechen können vor allem besonders sensible Frischeprodukte, wie Radicchio, Erdbeere und Basilikum, nur dank ausgeklügelter Just-in-time-Konzepte halten. Sie reduzieren die Zeitspanne zwischen Produktion und Lieferung auf ein Minimum: Von der Bestellung am Nachmittag, der Ernte und der Verpackung über die Kommissionierung und den Versand bis in den frühen Morgen. Den Wettlauf gegen die Zeit mit dem Ziel optimaler Frische gewinnt, wer auf ein effizientes Supply Chain Management sowie ein modernes Datenmanagement setzt und dabei digitale Technologien nutzt.

Beispiel Grillsaison: Es ist Frühjahr, jetzt wird angegrillt. Mit dabei ein knackiger Salat. Das Angebot ist noch überschaubar. Es stammt entweder aus Unterglasanbau oder den Mittelmeerregionen Europas. Gerade Blattsalate und Kräuter verlieren nach der Ernte schnell an Frische. Jetzt ist Schnelligkeit geboten. Da muss vieles stimmen: die Organisation, die Prozesse, die Logistik, die Artikelstammdaten. Sie sind für eine flexible Reaktion auf kurzfristige Änderungen sowie das Aktions- und Saisongeschäft essentiell.

In diesem Zusammenspiel sind Artikelstammdaten nur ein scheinbar kleines Rädchen im Getriebe der gesamten Lieferkette: Tatsächlich spielen sie eine immer größere Rolle. Denn der Bedarf des Handels nach präzisen und detaillierten Informationen auch auf Artikelebene steigt weiter, auch wenn der artikelgenaue Aufbau von Stammdaten im Warenwirtschaftssystem zunächst eine große Herausforderung darstellt. Er vereinfacht im Fall der Artikelsubstitution bei kurzfristigen Lieferengpässen eine einfachere und zielgerichtete Reaktion, weniger manuelle Eingriffe und schnellere Lieferprozesse. Am Beilagensalat für den Grillabend wird es deutlich: Das Lebensmittelgeschäft um die Ecke hat frische Blattsalate im Angebot und für den Grillabend gibt es auch noch reichlich Auswahl und das obwohl das Wetter hier fast einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte: Die georderte Ware war aufgrund eines Wettereinbruchs im Anbaugebiet kurzfristig nicht verfügbar. Was tun? Dank gut aufgestellter Prozesse konnte der Lebensmittelhändler schnell auf frische Salate aus einer anderen Region zurückgreifen. Dieser Erfolg geht nicht zuletzt auf das Konto eines soliden Datenmanagements: Aktuelle, vollständige und korrekte Artikelstammdaten stützten eine schnelle elektronische Kommunikation. Ohne die einwandfreien Daten wären manuelle Eingriffe notwendig, die automatisierten Prozesse kämen unweigerlich ins Stocken, schnelle Reaktionszeit ausgeschlossen, die Körbe mit der Aktionsware wären leer geblieben.

In stabilen Lieferketten vom Feld bis zum point of sale wird die kurzfristige Artikelsubstitution oder die Beschaffung von Aktionsware für die Partner so zum gemeinsamen Erfolg. Die Fragen, mit denen sich Unternehmen dafür dringend auseinandersetzen müssen, umfassen deshalb die Organisation der gesamten Lieferkette. So zum Beispiel: Wie lässt sich die Warenverfügbarkeit in allen Kanälen sicherstellen, wie die Qualität bei Frischeprodukten aufrechterhalten? Ein stabiles Fundament dafür schaffen die Supply Chain-Partner durch eine gemeinsame Sprache und den Einsatz digitaler Systeme zur automatischen Kommunikation. Die Obst- und Gemüsebranche bestellt gerade den Acker für die Digitalisierung, erste zarte Pflanzen sprießen bereits und lassen auf eine gute Ernte hoffen. Praxisnahe Lösungen für die Umsetzung digitaler Technologien erarbeitet GS1 Germany gemeinsam mit der Branche. Die Ergebnisse sind unter anderem Anwendungsempfehlungen, zum Beispiel für das Supply Chain-Management bei frischem Obst und Gemüse. Sie gibt den Unternehmen eine umfassende Orientierung für die Etikettierung und Strichcodierung von Konsumenteneinheiten sowie der Produktidentifikation. Auch für die Warenklassifikation und den einheitlichen Austausch von Artikelstammdaten, national wie länderübergreifend, bietet GS1 Germany Standards und Empfehlungen. Das sorgt für mehr Transparenz über die gesamte Supply Chain, für effiziente sowie nachhaltige Geschäftsbeziehungen. Am Ende des Tages können Erzeuger, Lieferanten und der Handel dem Verbraucher ein überzeugendes Frischeangebot unterbreiten und erzielen gleichzeitig deutliche Wettbewerbsvorteile durch geringere Aufwände im eigenen Betrieb sowie mit ihren Geschäftspartnern.

Bildnachweis: iStock
GS1 Germany
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