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Serie: Neue Technologien im Handel  |  26.09.2018

Teil 4: Mobiles Self-Scanning: Was denkt der Shopper?

Während in der Schweiz und den Niederlanden mobiles Self-Scanning zum Einkaufsalltag gehört, konnten sich die Lösungen in Deutschland bisher nicht etablieren. Dabei erleichtern und beschleunigen sie den für jeden Kunden leidigen Check-out-Prozess an der Kasse.

Neue Technologien im Handel

Alle Teile der Serie auf einen Blick

1 - 03.09.2018: Dem Shopper zuhören
2 - 11.09.2018: Smarte Sprachassistenten
 3 - 17.09.2018: Personalisierte Angebote
 4 - 25.09.2018: Mobiles Self-Scanning
 5 - 01.10.2018: Transparenz und Rückverfolgbarkeit
 6 - 08.10.2018: Digitale Promotions
 7 - 15.10.2018: Instore-Order per Smartphone
 8 - 22.10.2018: Kassenloses Einkaufen
 9 - 29.10.2018: Instore-Navigation
 10 - 05.11.2018: Dem Shopper zugehört?

Mobiles Self-Scanning ist nicht wirklich neu. Ein Blick zu unseren europäischen Nachbarn, zum Beispiel in den Niederlanden oder der Schweiz macht deutlich, dass mobiles Self-Scanning in diesen Ländern längst zum Shopping-Alltag der Kunden gehört. Sie scannen während des Einkaufs die Artikel mit einem mobilen Scanner oder ihrem eigenen Smartphone und profitieren von einem deutlich schnelleren Check-Out-Prozess an der Kasse.

Und wie sieht es im deutschen Handel aus? Ziemlich bescheiden. Angeblich hätten die Kunden hierzulande kein Interesse an solchen Lösungen. Dies hätten einschlägige Befragungen ergeben. Allerdings erscheint es auch problematisch, den Shopper etwas beurteilen zu lassen, was er noch gar nicht kennt.

Im Rahmen einer gemeinsamen Studie mit der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat GS1 Germany die Shopper selber scannen lassen. Die Resonanz bei den Testpersonen war in der Tat gespalten. Während die eine Gruppe sich das Scannen nur dann sehr gut vorstellen kann, wenn der Einkauf nicht unter Zeitdruck stattfindet, ist die andere Gruppe schon deutlich weiter. Sie wünscht sich, dass das händische Scannen durch die Kassiererin an der Kasse ganz abgeschafft wird. Haben wir in Deutschland also das Potenzial des mobilen Self-Scanning unterschätzt? Ein Blick nach links und rechts in unsere Nachbarländer legt die Vermutung nahe. In den Startlöchern stehen zahlreiche Start-Ups und gestandene Hard- und Softwareunternehmen, die Prototypen testen und Pilotprojekte initiieren. Das Ziel dieser Projekte: Einkaufen ganz ohne Scannen, ganz ohne Anstehen an der Kasse - also „grab & go“, der Traum eines jeden Kunden, so wie es Amazon in seinem eigenen Storeformat amazon go testet. China ist da sogar schon einige Schritte weiter: Was sich bei amazon go noch in der Testphase befindet, ist im Reich der Mitte – wenn auch mit anderem Technologieansatz – bereits in vielen Städten ausgerollt. Die Store-Formate heißen zum Beispiel Bingo Box, Suning oder Tao Café-Shop und haben eines gemein: Sie funktionieren kassenlos!

Neugierig geworden?

Seminar: Neue Technologien im Handel

Experten von GS1 Germany geben in einem eintägigen Seminar einen umfassenden Überblick darüber, welche neuen Technologien die Shopper Journey künftig maßgeblich verändern werden. Weitere Informationen zu nächsten Terminen und Anmeldung finden Sie hier.

Bildhinweis: GS1 Germany
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