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Serie: Neue Technologien im Handel  |  31.08.2018

Teil 2: Smarte Sprachassistenten: Was denkt der Shopper?

Preise vergleichen, Schlange stehen und Tüten schleppen – dies alles gehört der Vergangenheit an, wenn Alexa & Co. Recherche und Bestellung der Einkäufe übernehmen. Bei so viel Mehrwert sind die Kunden auch bereit, ihre Daten zur Verfügung zu stellen.

Neue Technologien im Handel

Alle Teile der Serie auf einen Blick

1 - 03.09.2018: Dem Shopper zuhören
2 - 11.09.2018: Smarte Sprachassistenten
3 - 17.09.2018: Personalisierte Angebote
4 - 25.09.2018: Mobiles Self-Scanning
5 - 01.10.2018: Transparenz und Rückverfolgbarkeit
6 - 08.10.2018: Digitale Promotions
7 - 15.10.2018: Instore-Order per Smartphone
8 - 22.10.2018: Kassenloses Einkaufen
9 - 29.10.2018: Instore-Navigation
10 - 05.11.2018: Dem Shopper zugehört?

Stellen wir uns vor, Alexa, Siri & Co. hören nicht nur auf Kommando, sondern führen ganz natürliche Dialoge mit uns. Sie hören aufmerksam zu und verstehen nicht nur das, was gesagt wird, sondern können auch die Bedürfnisse einschätzen, die hinter den Aussagen stehen. Künstliche Intelligenz und Machine Learning in Form eines kognitiven Chatbots samt Spracheingabe und -ausgabe machen dies möglich. So wird der Sprachassistent, wie wir ihn heute kennen, vielleicht schon morgen zum persönlichen Assistenten, den sich viele wünschen.

Ein Drittel der Verbraucher kauft ungern ein

Was hat das Ganze mit dem Handel zu tun? Ganz einfach: Der Einkauf im stationären Handel ist für die Kunden nach wie vor mit vielen Mühen verbunden: zum Beispiel die Suche nach dem richtigen Produkt und einem angemessenen Preis, das Anstehen an der Kasse oder das „Nach-Hause-schleppen“ der gekauften Ware. Dies sind Begleiterscheinungen, die den Shopper beim stationären Einkauf frustrieren und nicht selten als Barrieren wirken, sodass die Verbraucher sich vielleicht sogar gegen den Einkauf entscheiden. Die regelmäßig stattfindende Studie "GfK Consumer Scan" der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zeigt eindeutig, dass sich der Anteil der Shopper, die Einkaufen als „notwendiges Übel“ empfinden, in den letzten acht Jahren bei etwa einem Drittel eingependelt hat.

Neugierig geworden?

Seminar: Neue Technologien im Handel

Experten von GS1 Germany geben in einem eintägigen Seminar einen umfassenden Überblick darüber, welche neuen Technologien die Shopper Journey künftig maßgeblich verändern werden. Weitere Informationen zu nächsten Terminen und Anmeldung finden Sie hier.

Weniger Einkaufsfrust durch Alexa & Co.

Ein digitaler, persönlicher Assistent schafft aus Sicht der Verbraucher dann einen Mehrwert, wenn er diese Frustfaktoren eliminiert oder zumindest deutlich reduziert. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn und die Kunden von Zuhause aus oder von unterwegs auf die Angebote der Händler zugreifen können. Im Idealfall sucht der digitale Assistent basierend auf den individuellen Kaufkriterien des Shoppers (etwa günstigster Preis, beste Kundenbewertung oder Schnelligkeit der Lieferung) das beste Angebot, löst die Bestellung aus und überwacht den Lieferstatus. Alles noch Zukunftsmusik? Keinesfalls. Denn die Technologie ist schon da und das Bedürfnis der Verbraucher nach mehr Komfort ebenfalls. Aber aufgepasst! Einen digitalen persönlichen Assistenten am Leben teilnehmen zu lassen, bedeutet natürlich auch, sich zum „gläsernen Kunden“ machen zu lassen. Das finden viele der älteren und jüngeren Shopper alles andere als gut. Sie möchten selbst bestimmen, welche Daten der Assistent nutzt und möglicherweise an Dritte weitergibt. Wenn der Mehrwert aber stimmt, oder anders gesagt, die persönliche Kosten-Nutzen-Bilanz positiv ausfällt, dann sind auch kritische Shopper damit einverstanden, dass ihre Daten genutzt werden.

Bildhinweis: GS1 Germany
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