CM-Potenziale auf einen Blick erkennen
Teilen Sie unseren Beitrag
Category Management  |  13.12.2017

Reifeprüfung

Zukunftsfähiges Category Management (CM) erfordert Topexpertise und nachhaltige Planung auf allen Ebenen – auf Handels- und auf Herstellerseite. Mit einem neuen Beratungsangebot macht GS1 Germany die Probe aufs Exempel und analysiert, wie gut Unternehmen im CM aufgestellt sind und wo lohnende Potenziale liegen.

Rund 70 Prozent der Kaufentscheidungen werden am Point of Sale getroffen. Ob stationär oder online: Findet sich der Shopper hier nicht zurecht, kauft er nicht und kommt im Zweifel auch nicht wieder. Insbesondere in Zeiten wachsender Verdrängung und steigenden Wettbewerbs ein unnötiges Risiko für Handel und Industrie. Category Management (CM) ermöglicht es Unternehmen, die Bedürfnisse ihrer Kunden sehr genau zu identifizieren und ihnen eine Einkaufserleichterung zu verschaffen. Immer mehr Geschäfte und Webshops werden nach Erkenntnissen des CMs optimiert oder komplett neu eingerichtet. In ihnen finden sich Shopper dann nicht nur besser zurecht, sondern auch schneller das, was sie suchen. Richtig umgesetzt, führen CM-Projekte oft zu beträchtlichen Umsatz- und Ertragssteigerungen. Grundlage dafür ist die kooperative Zusammenarbeit zwischen Händlern und Herstellern. Klingt gut. Doch wie beginnen?

CM lernen!

Hier finden Sie aktuelle Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Category Management: www.gs1-germany.de

Hinter dem Schlagwort Category Management steckt ein komplexer Prozess. Wer diesen in seine Unternehmensstrategie integrieren möchte, benötigt einen klugen Fahrplan und Fachwissen auf allen Ebenen. „Viele Unternehmen sind hier bereits erfolgreich unterwegs und haben Erfahrung mit Category Management“, sagt Efe Kurak, Senior Manager Category Management + Shopper Marketing bei GS1 Germany. So ist die Anzahl der kooperativen Projekte in den letzten Jahren merklich gestiegen. „Für genau diese Unternehmen ist es spannend, ihren tatsächlichen CM-Reifegrad zu erfahren und einen Überblick über weitere Potenziale zu erhalten, die sie bisher noch nicht erkannt hatten, aber zukünftig ausschöpfen möchten.“ Oder aber: wo Fachwissen und Prozesse im Unternehmen noch nachjustiert werden sollten. Aus diesem Grund hat GS1 Germany mit dem „CM-Index“ ein neues Beratungsangebot für Handel und Industrie entwickelt: Anhand einer neuen Analysemethode ermitteln die Experten von GS1 Germany den individuellen CM-Reifegrad eines Unternehmens. Im gemeinsamen Prozess werden im nächsten Schritt Entwicklungsfelder erarbeitet und konkrete Handlungsempfehlungen ausgesprochen – mit dem Ziel, alle Erfolgsfaktoren im Category Management voll auszuschöpfen.

Aber auch für Neueinsteiger lohnt die Ermittlung des CM-Reifegrades, rät Kurak: „Wer nicht direkt mit einem ersten konkreten Projekt loslegen möchte oder sich nicht sicher ist, wo die größten Entwicklungsfelder liegen, kann mit dem CMIndex den Grundstein legen, um CM optimal und nachhaltig im Unternehmen zu verankern.“

So entsteht der CM-Index

Der Prozess basiert auf den vier Grundprinzipien des Category Managements:

1. Shopper-Orientierung:
Der Kunde mit seinen Bedürfnissen steht im Mittelpunkt.

2. Kooperative Einstellung:
Handel und Industrie arbeiten auf vertrauensvoller Basis zusammen.

3. Daten & Fakten:
Nicht das Bauchgefühl, sondern valide Daten sind Basis eines jeden CM-Projekts.

4. Nachhaltigkeit:
Category Management ist ein strukturierter und permanenter Prozess.

  • Daraus abgeleitet werden die Dimensionen des CM-Index, wie zum Beispiel die Strategie, die Aufbau- und Ablauforganisation oder auch Shopper Insights.
  • Tool-gestützte anonymisierte Fragebögen dienen zur ersten Ermittlung der Ist-Situation.
  • Der CM-Reifegrad eines Unternehmens wird anhand von Tiefeninterviews mit Entscheidungsträgern und Personen in CM-Schlüsselpositionen sowie einem Benchmarking eruiert.
  • Ergebnis ist der unternehmensspezifische CM-Reifegrad – der Fahrplan für die eigene Organisationsgestaltung.
Bildhinweis: Adobe Stock
Einen Inhalt suchen
Anzeige