Mit F-Trace lassen sich erstmals Lebensmittel aus mehreren Bestandteilen zurückverfolgen.
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Rückverfolgbarkeit  |  15.09.2017

Mission Mischprodukte

Fleisch oder Fisch lückenlos bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen ist heute Alltag für viele Unternehmen. Herausfordernd wird es bei Produkten wie Tiefkühlpizza oder Müsli, die aus mehreren Bestandteilen bestehen. F-Trace hat die Mission „Mischprodukte“ gelöst und kommt damit Verbraucherwünschen nach. 

Wer nutzt F-Trace?

Heute greifen bereits über 350 Unternehmen aus 25 Ländern auf den Rückverfolgbarkeitsservice F-Trace zurück, um Effizienz und Kundenvertrauen im deutschen Markt zu fördern. Dazu gehören Händler wie Edeka, Lidl, Kaufland und Metro. In der Fleischbranche nutzen den Service Unternehmen wie Tönnies, Westfleisch, Danish Crown und Vion. Im Fischbereich gehören zum Beispiel Deutsche See, Royal Greenland und Laschinger zu den Anwendern.

Die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln wird aufgrund der zunehmend globalisierten Beschaffungsmärkte immer komplexer. Der Gesetzgeber fordert mehr und mehr Traceability-Daten von Unternehmen. Zeitgleich fragen Verbraucher verstärkt nach der Herkunft von Produkten. Bei Lebensmitteln ist der Wunsch besonders hoch, zeigt eine Studie von Pricewaterhouse Coopers aus dem Jahr 2016. An der Spitze liegt Fleisch, dessen Herkunftsinformationen für 85 Prozent der Befragten eher wichtig oder sogar sehr wichtig sind. Die gute Nachricht: Zu wissen, woher das Rindersteak kommt und wann das Schnitzel verarbeitet wurde, ist heute kein Problem mehr. Technologien wie F-Trace machen es möglich.

Herausfordernd wird es, wenn statt einer plötzlich mehrere Lieferketten betrachtet werden müssen. Besteht ein Produkt aus verschiedenen Zutaten, ist das der Fall. Tiefkühlpizza, Müsli, Feinkostprodukte – die Liste ist lang und die Konsumenten sind wissbegierig. Fast 60 Prozent der Deutschen lesen regelmäßig die Angaben auf einer Produktverpackung. Sind sie mit dem Angebot unzufrieden, weicht ein Drittel von ihnen auf ein anderes Produkt aus. Höchste Zeit für mehr Information!

Wissen, woher das Müsli kommt

F-Trace hat seine Rückverfolgbarkeitslösung jetzt auf die Kategorie der Mischprodukte ausgeweitet. Hersteller und Händler haben damit erstmals die Möglichkeit, die Historie von Lebensmitteln zurückzuverfolgen, die aus mehreren, einzeln zu betrachtenden Bestandteilen bestehen. Im Sommerhat der erste deutsche Handelskonzern in Zusammenarbeit mit einem Industriepartner den Service für Cerealien eingeführt. Von Getreidesorten in unterschiedlichen Verarbeitungsformen über Zucker bis hin zu Kakao – erfasst werden Informationen über die Herkunft und die Verarbeitung von verschiedenen Bestandteilen.

Das Prinzip klingt simpel: Jedes Unternehmen entlang der Lieferkette, ob Verarbeiter oder Markengeber, speist seine spezifischen Daten selbst in das cloudbasierte System ein. So ist die Historie eines Produktes jederzeit nachvollziehbar. Die Eingabe erfolgt nach festgelegten Kriterien und auf Basis einheitlicher Standardschnittstellen. F-Trace stellt dabei sicher, dass Pflichtangaben gemacht werden. Ein ausgeklügeltes Rechtemanagementsystem verhindert außerdem unerwünschte Datenzugriffe. Das Ergebnis ist eine effiziente und chargengenaue Rückverfolgung vom Rohstoff bis auf den Teller des Verbrauchers. Die Chargengenauigkeit stärkt außerdem das Risikomanagement: Ist zum Beispiel ein Produkt verunreinigt, lassen sich die beteiligten Akteure in der Lieferkette schnell identifizieren und die betroffenen Artikel punktgenau aus dem Verkaufsregal entfernen, statt im Zweifel zu viel Ware zurückzurufen. Im Ernstfall ist das ein Kosten- und Imagevorteil.

Alles in allem können Unternehmen sicher sein, mit F-Trace den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen und gleichzeitig den steigenden Anforderungen des Konsumenten nach Transparenz nachzukommen. Dieser kann über eine Website und eine App nachvollziehen, mit welcher Methode der Fisch gefangen und wo das Fleisch verpackt wurde – und ab sofort auch, woher das Müsli kommt.

Bildhinweis: Adobe Stock
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