Schnelle Verfügbarkeit eines einheitlichen Standards für Katalogdaten von Medizinprodukten stärkt die Patientensicherheit
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Healthcare  |  05.04.2018

Akkurate Stammdaten sind Grundlage für die Digitalisierung im Gesundheitswesen

Ein einheitlicher Standard für Katalogdaten von Medizinprodukten ist dringend erforderlich, um die Patientensicherheit zu stärken. Die konsequente Umsetzung gemeinsam definierter Standards verbessert die Prozesseffizienz im Gesundheitswesen deutlich. GS1 Germany entwickelt mit Krankenhäusern, Herstellern und Einkaufsgemeinschaften nachhaltige und international anwendbare Lösungen und infomiert darüber auf der Conhit 2018.

GS1 Germany auf der Conhit vom 17. bis 19. April 2018 in Berlin

Auf Europas führender Veranstaltung für Gesundheits-IT können sich interessierte Besucher über den Einsatz und Nutzen von GS1 Standards im Gesundheitswesen informieren (Verbände-Pavillon in Halle 1.2 an Stand A-102).

Die konsequente Pflege der Artikelstammdaten von Medizinprodukten gehört zu den Schlüsselfaktoren für die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Die Qualität der Artikelstammdaten, die Krankenhäuser vorhalten, ist jedoch bereits seit Jahren verbesserungsbedürftig. Vielerorts mangelt es an einem aktuellen und konsistenten Datenbestand. Dabei sind diese Daten essenziell für eine Reihe nachgelagerter Prozesse wie beispielsweise das elektronische Bestellwesen oder den Empfang elektronischer Lieferscheine. Damit nicht genug: Einheitliche Daten sind auch unverzichtbar für barcodegestützte Prozesse, die den Patienten direkt betreffen. Dazu gehört etwa die lückenlose Dokumentation, welche Hüftprothese welchem Patienten eingesetzt wurde. Um die Situation nachhaltig zu verbessern, holt GS1 Germany sämtliche Beteiligten aus Industrie, Krankenhäusern und Einkaufsgruppen an einen Tisch, um gemeinsam ein zukunftsweisendes Katalogformat zu erarbeiten. Der Ansporn: die Prozesse für alle Beteiligten zu vereinheitlichen, zu erleichtern und somit die Patientensicherheit zu verbessern.

Wir sind vollends von der Vereinheitlichung der Stammdaten überzeugt. Der daraus resultierende Standard gewährleistet allen beteiligten Akteuren mehr Effizienz und verschafft dem Patientenwohl eine sichere Basis.

Dr. Oliver Gründel, Geschäftsführer bei AGKAMED

Ebenso positiv bewertet Sylvia Reingardt, Senior Branchenmanagerin Gesundheitswesen bei GS1 Germany, die gemeinsame Initiative: „Ein wesentlicher Vorteil von GDSN besteht darin, dass der Standard im Gegensatz zu einer rein lokalen Lösung auch auf internationaler Ebene funktioniert – ein wichtiger Aspekt für eine international agierende, exportorientierte Branche wie die Medizinprodukteherstellung.“

Standardisiertes Katalogformat vereinfacht das Daten-Handling

Was alle Beteiligten zu Recht einfordern, ist die konsequente Nutzung eines einheitlichen Standards für Katalogdaten. Ein typisches Beispiel für fehlende Synchronisation: Je nach Krankenhaus werden die Produktinformationen der Hersteller in unterschiedlichsten Formaten benötigt. Alternativ geben viele Hersteller ihre Katalogdaten in einem Format heraus, das im Krankenhaus erst umgewandelt werden muss. Dieses Hin- und Herkonvertieren von Daten ist wenig effizient und birgt zahlreiche Fehlerquellen.

Als Grundlage für einen digitalen, standardisierten Datenaustausch dient ein bereits definiertes einheitliches Katalogformat. Es handelt sich um das „GDSN Zielmarktprofil Healthcare“, das auf dem Nachrichtenstandard GS1 XML CIN (Version 3.1) basiert. Die GS1 Projektgruppe erarbeitet zurzeit ein Update, um Anforderungen wie zum Beispiel ein Kennzeichen zur Apothekenpflicht mit abbilden zu können. GDSN (Global Data Synchronization Network) als weltweiter Verbund von Stammdatenpools bietet mit diesem Update einen lösungsorientierten Standard an, um die Katalogdaten allen Marktteilnehmern elektronisch zur Verfügung zu stellen. In der Arbeitsgruppe engagiert sich unter anderem die AGKAMED. Die Einkaufsgemeinschaft nutzt für GDSN die Lösungen von 1Worldsync, einem Tochterunternehmen von GS1 Germany.

Bildhinweis: GS1
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