Barcode-Scan via Smartphone
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Barcodes  |  11.09.2015

Der Barcode lebt weiter!

Entgegen der Meldung von Thomson Reuters, erschienen etwa in Bild und Focus, wird der EAN-Barcode, auch Strichcode genannt, nicht von einer anderen Barcode-Symbologie abgelöst. GS1 Germany sieht nach wie vor eine große Zukunft im Strichcode, dem weltweit meist genutzten Standard.

Gegendarstellung

zur Meldung von Thomson-Reuters vom 31. August 2015

Nicht richtig ist, dass der Barcode vor dem Ende ist oder dessen Tage gezählt sind. Nicht richtig ist ebenfalls, dass man per Scan des Barcodes, beispielsweise mit dem Smartphone, keine Informationen zu Allergenen, Inhaltsstoffen oder Nährwertangaben abrufen kann. Nicht richtig ist auch, dass GS1 erkannt hat, dass das alte System keine große Zukunft hat und der GS1 DataBar als Antwort ins Rennen geschickt wird.

Weitere Informationen rund um die GS1 Standards finden Sie unter www.gs1-germany.de.

Die Nachrichtenagentur Thomsen Reuters verbreitete am 31. August die Meldung „Barcodes vor dem Ende…“. Darin ist davon die Rede, dass die Tage des Barcodes gezählt sind und der EAN-Barcode zugunsten einer anderen Barcode-Symbologie ausgedient hätte.

„Der altbekannte Barcode ist ein in der Konsumgüterbranche zu 100 Prozent und in vielen anderen Branchen ebenfalls verbreiteter Standard. Er verknüpft die allermeisten Produkte mit wertvollen Produktinformationen wie Inhaltsstoffen oder Allergenen. Er würde nur gänzlich dann durch einen anderen Barcode ersetzt, wenn das einen tatsächlichen Nutzen stiften würde“, erläutert Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany.

"Der Barcode ist ein in der Konsumgüterbranche zu 100 Prozent verbreiteter Standard."

Der Barcode – egal in welcher Ausprägung – ob als Strichcode, GS1 DataBar oder DataMatrix verschlüsselt eine Nummernfolge, die dem Nutzer Zugang zu Informationen ermöglicht, die in Datenbanken hinterlegt sind. Zu unterscheiden sind bei diesen Informationen sogenannte Stammdaten, wie Inhaltsstoffe, Allergene oder Kaloriengehalt, und Bewegungsdaten, wie etwa das Mindesthaltbarkeitsdatum, Chargennummern oder Herkunftsangaben.

Der Strichcode, der überall auf den Verpackungen zu finden ist, verschlüsselt die Artikelnummer, mit der man die Stammdaten abrufen kann. Die neueren Standards, etwa GS1 DataBar oder auch 2D-Codes wie DataMatrix, verschlüsseln die gleiche Artikelnummer und fügen aber zum Beispiel Los- oder Chargennummern hinzu, mit denen Mindesthaltbarkeit oder Herkunft abrufbar werden. Das nutzt etwa Metro in ihrem Rückverfolgbarkeitssystem. Der in diesem Zusammenhang häufig erwähnte QR-Code verschlüsselt hauptsächlich eine URL und keine Informationen, die eine Kasse im Supermarkt verarbeiten kann.

"Eine Abschaffung des Barcodes steht nicht im Raum."

Der Verbraucher will Zugriff auf Stammdaten zum einen und Bewegungsdaten zum anderen. Unternehmen haben also die Wahl, welchen Standard sie in Abhängigkeit von den benötigten Informationen nutzen.

„Es geht nicht um ein Entweder, Oder,“ so Pretzel weiter. „Der Barcode ist Teil einer Produktfamilie und jede Ausprägung hat seinen Stellenwert. So stellt GS1 für jeden Anwendungsfall genauso wie für die Ansprüche der Verbraucher nach Transparenz eine geeignete Barcode-Technologie zur Verfügung. Für die Zukunftsfähigkeit der GS1 Standards entwickeln wir stetig weiter, eine Abschaffung des Barcodes steht dabei nicht im Raum.“

Foto: GS1 Germany
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